Auswirkungen von Biases in Unternehmen

Unconscious Biases - ein interessantes Hobby oder steckt mehr dahinter?

Hochbezahltes Management, top Leadership Programme und verstärkte Automatisierung - dies erweckt rasch den Anschein, dass rationale Entscheidungen in Unternehmen die Norm sind. Gerade dieses Bild ist gefährlich - der starke Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die weit verbreitete Meinung selbst immun gegen Biases zu sein (der sogenannte bias blind spot) stellen insbesondere für den Kernbereich jedes Unternehmens ein fundamentales Risiko dar.


Es geht um viel im heutigen Wirtschaftsleben - Biases in Unternehmen können massive Auswirkungen haben. Sie wirken in vielfältiger Weise.


Entscheidungsprozesse in Unternehmen - von Unconscious Biases massiv verzerrt

Unconscious Biases (deutsch kognitive Verzerrungen oder Denkfehler) stecken häufig hinter Fehlentscheidungen. Eine Studie der Universität Gießen zeigte, dass

  • 72% der Befragten Fehlentscheidungen der Vergangenheit z.T. auf Biases zurückführen,
  • 90% der Befragten Biases als Faktor negativer Folgen für ihr Unternehmen sehen, jedoch nur 
  • 12% der Befragten in ihren Entscheidungsprozessen Gegenmaßnahmen (= De-Biasing) systematisch implementiert haben.

Dies bedeutet, dass Entscheidungsprozesse in Unternehmen die spezifisch wirksamen Biases berücksichtigen müssen.

De-Biasing ist ein wesentlicher Faktor für Exzellenz bei Managemententscheidungen - auch bei Ihnen!


Biases verursachen Kosten und Misserfolge in Unternehmen

Unconscious BIases sind unmittelbar mit der Art und Weise verbunden, wie das menschliche Gehirn funktioniert (mehr dazu: Hintergründe für Biases). Sie sind uns meist nicht bewusst, wirken jedoch in Unternehmen ebenso wie im Privatleben.

In Organisationen zeigen sich unbewusste Biases selten direkt, sondern eher ihre Auswirkungen. Studien und Umfragen (etwa von McKinsey und der Economist Intelligence Unit) haben etwa gezeigt, dass:

  • nur 28% der befragten Führungskräfte die strategischen Entscheidungen ihres Unternehmens als gut bezeichnen;
  • beim Großteil der unternehmerischen Entscheidungen Intuition stärker in der Beurteilung wirkt als Daten und Fakten;
  • die meisten Führungskräfte glauben, ihre Mitarbeiter verwenden überwiegend leicht verfügbare Informationen.

 

Biases und daraus entstehende Fehlentscheidungen können sich schwerwiegend auswirken:

  • strategisch (etwa in der Strategieerstellung, bei falschen Investitionen, in der Beurteilung der Wettbewerber,...),

  • kulturell (um etwa die richtigen Mitarbeiter zu finden, zu fördern und zu  behalten, Diversität zu leben, bei ethischen Themen,...)

  • finanziell (etwa in der Preispolitik, durch falsche Ressourcenverteilung,  in der Leistungsbeurteilung,...)

 

Warum passieren uns immer wieder dieselben Fehler? Diese Frage stellte sich der Gründer von Mind your Business selbst vor vielen Jahren in seiner Konzernrolle - mehr dazu unter Warum De-Biasing?


What the weak head with stronger bias rules, is pride, the never-failing vice of fools - Alexander Pope


Auswirkungen in Unternehmen

Unconscious Biases sind sowohl auf persönlicher Ebene als auch in Unternehmenskulturen und Prozessen tief verwurzelt. Sie rufen gerade beim Kern des Geschäfts leicht "blinde Flecken" hervor. Denkfehler und verzerrte Wahrnehmungen stellen so ein signifikantes Risiko für den Erfolg, im schlimmsten Fall für den Bestand der Organisation dar.


Ihre Auswirkungen sind besser greifbar, wenn wir diese in den jeweiligen Kontext setzen. Es stellen sich Fragen wie:

  • Wahrnehmung:
    • Wie interpretieren wir die Aktionen unserer Mitbewerber?
    • Welche Informationen sind relevant, welche nicht?
    • Wie nehmen wir die Kompetenzen verschiedener Personen wahr?
  • Beurteilung
    • Welche Prioritäten ergeben sich?
    • Wie stark werden unsere Geschäftsbereiche zukünftig wachsen?
    • Wie profitabel ist das neue Erweiterungsprojekt?
  • Entscheidung
    • Wo investieren wir?
    • Wen stellen wir ein, wen (be)fördern wir und wen nicht?
    • Welche Preise verlangen wir für unsere Produkte?
  • Interaktion
    • Wie treffen wir im Management Team Entscheidungen?
    • Worauf legen wir bei Präsentationen Wert?
    • Wie erfolgt die Kommunikation verschiedener hierarchischer Ebenen?
  • Umsetzung
    • Welche Steuerungsmaßnahme braucht es, um zurück auf die Spur zu kommen?
    • Was hindert uns gerade an der Umsetzung?
    • Wer bringt gute Performance, wer nicht?



 

 

Diese Fragen sind bei weitem nicht ausreichend, es zeigen sich daneben die Verschränkungen der fünf Bereiche gut.

Entscheidend ist: 

  • Welche Frage ist für Ihren Geschäftserfolg unwichtig, welche ganz zentral? 
  • Welches Thema macht den Unterschied zum Mitbewerber?
  • Welcher Aspekt stellt das größte Risiko für die Organisation dar?


Es empfiehlt sich den Fokus darauf zu legen, wo die Auswirkungen am größten und die Fehlerquote am höchsten ist. 

Es braucht danach spezifische und individuelle Maßnahmen, die in Abhängigkeit vom Kontext, dem Geschäftsmodell und den relevanten Prozessen getroffen werden. Das De-Biasing Konzept ist so aufgebaut, dass es dort ansetzt, wo es für Sie am meisten Sinn macht.


Tipp: praktische Workshops und Webinare

Im Bereich Workshops und Webinare finden sich alle aktuellen Veranstaltungen, die Biases, Wirkungen und Gegenmaßnahmen

  • für ein bestimmtes Thema oder
  • für eine betriebliche Funktion

zum Inhalt haben. Die Workshops und Webinare stellen immer einen konkreten Bezug zur Unternehmenswelt her und behandeln praktische Beispiele.

De-Biasing wirkt in Unternehmen

Ich habe während meiner Konzernzeit die Möglichkeit gehabt Prozesse systematisch zu verbessern. Entscheidungen standen dabei oft im Fokus. Es braucht oft keine großen, jedoch sehr spezifische und individuelle Schritte. Diese erfolgreich zu verankern und neue Routinen zu schaffen benötigt Zeit, Fokus und regelmäßige Wiederholung.

De-Biasing ist ein Prozess, kein Event - es wirkt nachhaltig in Unternehmen.

 

Biases sind teuer, Biases sind vermeidbar.

Klares Denken, bewusste Entscheidungen und wirksame Umsetzung sind Voraussetzungen für den persönlichen und unternehmerischen Erfolg.

Das De-Biasing Konzept von Mind your business ist modular aufgebaut - wir entwickeln gemeinsam die Maßnahmen, die wirklich wirken.

markus eckhart bei vortrag

 

 

Warum es Sinn macht Entscheidungsprozesse in Unternehmen zu verbessern - auch für Sie

Warum zahlt es sich aus in die Qualität der Entscheidungsfindung zu investieren - was ist der Business Case?

Häufig gibt es bereits Strukturen für Entscheidungsprozesse in Unternehmen - es ist etwa definiert:

  • wer über welche Themen entscheidet (Governance),
  • mit wem die Entscheidung fällt (etwa allein oder in Gremien),
  • in welchem Prozess Informationen geteilt werden (Prozessbeschreibungen),
  • nach welchen Kriterien Entscheidungen getroffen werden (Business Case Inhalte), oder
  • wie die Erfolgsmessung der getroffenen Entscheidungen erfolgt.

Organisationen können alle diese Elemente implementiert haben und dennoch von Exzellenz weit entfernt sein.


Ihr Performance Management System sollte Ihnen ein klares Bild davon geben, wo Sie stehen (falls nicht, unterstützt Sie Mind your your business gerne - näheres im Angebot im Bereich Controlling & Finance). 

Zum Beispiel:

  • zu wieviel Prozent sind Ihre Investitionsprojekte on time & on budget?
  • wie liegen Ihre Verkaufspreise im Verhältnis zur Konkurrenz? oder
  • wie bewegt sich Ihre Personalfluktuation gegenüber dem Branchenschnitt?

Ihr Business Case ist der Schritt von durchschnittlich zu gut, von gut zu sehr gut oder von sehr gut zu exzellent - diese Schritte können enorme finanzielle Benefits haben. 


Die Unternehmensberatung McKinsey hat etwa erhoben, dass die Qualität der Entscheidungsprozesse in Unternehmen einen deutlich stärkeren Hebel auf die Unternehmens-Performance hat als die bloße Analyse - um den Faktor 6!


Wissen Sie, bei welchen Managemententscheidungen Sie den größten Business Case haben?




De-Biasing - namhafte Unternehmen arbeiten bereits an der Umsetzung

Als zentrale positive Wirkungen im Unternehmenskontext hat McKinsey erhoben, dass

  • De-Biasing der Entscheidungsprozesse signifikant wichtiger ist als die Analyse von Daten - um den Faktor 6!  
  • die Profite von Unternehmen von De-Biasing profitieren - sie liegen im Vergleich um 7%-Punkte über hier untätigen Firmen.

In den letzten Jahren haben namhafte Unternehmen die Wichtigkeit von De-Biasing erkannt. Vor allem US-amerikanische Firmen wie etwa Facebook oder Google arbeiten an gezielten Maßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


Sie befinden sich daher in guter Gesellschaft, wenn Sie De-Biasing Maßnahmen gezielt definieren und umsetzen!


Entscheidend besser ist ein Angebot an Unternehmen schrittweise Exzellenz bei Managemententscheidungen zu erreichen, De-Biasing inklusive.